Design
Ideale Startseite - Besucherführung und Vermarktung
31. August 2009 von Mario
Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sich Besucher auf einer Seite selbst zurecht finden können. Bei überschaubaren Inhalten mag das sogar zutreffen. Doch für den Geschäftserfolg ist es unerlässlich, die Blicke des Besuchers gezielt zu lenken um dem Besucher so die relevanten Produkte und Texte auf jeden Fall auffallen zu lassen.Dabei darf der Webdesigner nicht von sich selbst ausgehen. Er findet sich auf der Seite sehr leicht zurecht, da er diese ja schließlich konzeptioniert hat. Zwischen Besucher und Webdesigner muss eine Art Interaktion entstehen. Der Webdesigner muss sich wirklich für den Besucher interessieren und ihm die Orientierung so einfach wie möglich machen. Wenn der Besucher das spürt, wird der Besucher das auch zu schätzen wissen.
Der Kopfteil
In unserem Beispiel wird der Besucher, bevor er zum eigentlichen Inhalt der Seite kommt, durch die Schnellnavigation abgefangen. Er soll sich bereits jetzt entscheiden, nach was er sucht. Also werden hier die Oberbegriffe aufgeführt, die den wichtigsten Seiteninhalt und die Aussageabsicht klar definieren. Das ist in soweit sinnvoll, da man hier dem Besucher Informationen ersparen kann, nach denen er sowieso nicht gesucht hat. Man führt ihn im optimalen Fall, direkt zum gesuchten Ziel.
Angenommen er ist bereits Kunde und hat ein Problem, wird er hier auf Customer Support klicken.
Achtung: Hier sollte noch nicht zu viel geworben werden. Angebote und Werbung wirken erst dann, wenn der Besucher weiß, dass er hier finden kann, was er sucht. Dann erst ist er für Angebote offen.
Der Effekt des Abfangens wäre in unserem Beispiel stärker, wenn die Navigation auffälliger wäre. Es kann im Beispiel also leicht passieren, dass dieser Teil übersehen wird, da die Navigation in einer unauffälligen Farbe direkt unter dem oberen Browserrand sitzt.

Anschließend an die Schnellnavigation, sollte der Blick des Betrachters auf das Hauptbild fallen. Da in diesem Fall das Hauptbild aber sehr auffallend und kraftvoll ist, kann die Schnellnavigation, wie bereits gesagt, leicht übersehen werden.
Das Hauptbild erfüllt hier den Zweck als Eyecatcher. Das macht auch Sinn, da hier für gewöhnlich der Firmenname und der Slogan eingebaut ist. Diese Elemente sind schließlich das wichtigste Erkennungsmerkmal des Unternehmens. Auch hier sollte der Besucher noch nicht durch Werbung oder zu viel Information verschreckt werden.
Der Inhaltsbereich
Wie man gut sieht, wird der Besucher, wenn er im Inhaltsbereich angekommen ist, mit einer großen Überschrift willkommen geheißen. Diese Überschrift zeigt ihm auf, wo er anfangen soll den Text zu lesen. Direkt darunter Beginnt die Unternehmensbeschreibung. Hier können auch Leistungen oder Ähnliches beschrieben werden. Was dem Besucher zuerst mitgeteilt werden soll, entscheidet der jeweilige Seitenbetreiber selbst. Dabei gilt es folgendes zu beachten:
Der relevante Platz auf der Startseite ist begrenzt. Darum muss der Besucher hier kurz und knapp erklärt bekommen, worum es auf der Seite geht. Lange ausschweifende Texte werden nicht aufmerksam gelesen.
Hier darf natürlich geworben werden. Und das sollte auch mit jedem Wort getan werden. Ist der Besucher bis hier hin vorgedrungen, ist er auch näher interessiert. Hier sollten also besondere Angebote gemacht werden, die Leistungen angepriesen und ein Vertrauen hergestellt werden. Man muss also drauf achten, der Text verständlich ist, aber auch nicht flapsig wirkt. Ein paar Fachwörter machen sich auch ganz gut. Immerhin soll der Besucher den Eindruck erhalten, dass der Seitenbetreiber etwas von seinem Fach versteht.
Bilder müssen hier unbedingt zum Einsatz kommen. Die Bestseller oder die wichtigsten Leistungen werden durch Bilder von den reinen Textbeschreibungen abgegrenzt. Dadurch erhalten sie den hervorgehobenen Charakter. Dabei gilt es aber zu beachten, dass die Übersichtlichkeit nicht leidet. Im Beispiel wird das durch die Zweispaltigkeit und die Abstände gut umgesetzt. Man könnte bei einem Webdesignangebot zum Beispiel, anstelle der beiden Naturbilder, einfach relevante Leistungspaketbilder einsetzen. Drunter dann die kurze Beschreibung und als Liste die im Paket enthaltenen Leistungen. Hier ist wieder Einfallsreichtum gefragt.
Wenn der Besucher bis hierher gekommen ist, hat er wirkliches Interesse bewiesen. Nun muss er auch die Informationen bekommen, die tiefgründiger gehen.
Die Inhaltsnavigation
Wie ich bereits erwähnt habe, ist eine klar strukturierte Navigation unglaublich wichtig. Dabei ist es nicht einmal schwer eine, für die meisten und routinierten Internetuser, logische Navigationsstruktur anzulegen. Navigationen sind für gewöhnlich alle ähnlich aufgebaut. Wer da aus der Reihe fällt, schadet sich selbst. Innovationen sind bei der Struktur nicht erwünscht, da sie den Besucher, der schnell eine Info sucht, ausbremsen.
Zur Reihenfolge habe ich mich bereits im vorherigen Beitrag geäußert. Darum komme ich jetzt direkt zum Inhalt. Als Navigationspunkte eigenen sich keine langen Sätze. Man sollte sich hier auf maximal 3 Schlagworte begrenzen. Hier gilt das Motto: Je kürzer desto besser. Allerdings muss der Punkt aussagekräftig sein und die Navigation sollte vollständig sein. Falls diese zu lang würde, gibt es Möglichkeiten, die Navigation in Kategorien zu unterteilen und die einzelnen Navipunkte nur bei klick auf die Kategorie erscheinen zu lassen.
Schlagwörter für nähere Infos über die Suchmaschine sind hier "Dropdown Navigation" oder "Tab Navigation".
Damit der Eindruck einer Einheit entsteht, empfehle ich, die Navigation, von der Höhe dem Inhaltsbereich anzupassen. Freien Platz kann man hier gegebenenfalls durch Bildhinweise auf Produkte oder durch Statements von Kunden auffüllen. So wird es übrigens auch im Beispiel gemacht.
Die theoretische Blickführung
Die Pfeile zeigen die Blickführung, der der Besucher im Optimalfall folgt.
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