Webtechnik

Blog Action Day 2009: Mit Webdesign das Klima schonen

Blog Action Day 2009Der Blog Action Day 2009 findet heute, dem 15.10.2009 statt. Sinn dieses Aktionstags ist, dass möglichst viele Blogger, die alle unterschiedliche Themengebiete behandeln, am gleichen Tag einen Grundgedanken in ihren Beiträgen aufgreifen. In diesem Jahr ist es der Klimawandel. Mehr Infos zum Blog Action Day finden sich unter blogactionday.org.
Dieses Thema ist für mich als Autor eines, im weitesten Sinne "Designblog", nicht gerade leicht aufzugreifen. Dennoch möchte ich am Blog Action Day teilnehmen und mich trotzdem an das Thema meines Blogs halten. So bin ich also aufs Öko-Hosting gestoßen und möchte euch meine neu gewonnenen Erkenntnisse hier nun vorstellen.



Was ist Öko-Hosting?

Der Hostingvorgang an sich kann ja schlecht ökologisch sein. Was also unterscheidet Öko-Hosting von normalem Hosting? Da als einzige verbrauchte Ressource beim Hosting der Strom zu nennen ist, setzt das Öko-Hosting auch genau da an. Das Rechenzentrum, in dem der Webserver steht, muss also mit Strom aus regenerativen und umweltfreundlichen Quellen betrieben werden. Da kann es sich um Strom aus Windkraftwerken, Solarkraftwerken oder ähnlichem handeln. Kohle- und Atomkraftwerke fallen nicht unter die Rubrik der regenerativen Energiequellen.
Doch das ist nicht das einzige, Es gibt sogar schon richtige Bio Hoster, wie man am Beispiel von biohost.de gut sehen kann. Diese achten darauf, dass Produkte, die es auch als umweltfreundliche Produkte gibt, auch in dieser Form genutzt werden. Beispielsweise kann man hier Recyclingpapier und Strom fürs Büro nennen.

Ökostrom von Greenpeace

Greenpeace bietet selbst unter dem Namen Greenpeace energy e.G. Strom an. Mit diesem Strom werden zum Beispiel die Server von biohost.de betrieben.
Greenpeace Energy bezieht seinen Strom grundsätzlich nur aus Kraftwerken, in denen der Strom mit ökologischen Mitteln hergestellt wird. Das sind in erster Linie natürlich Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke. Doch theoretisch könnten es auch Biogaskraftwerke sein.
Doch aus reiner Liebe zur Umwelt wechseln nicht viele ihren Stromanbieter. Der Geldbeutel darf nicht zu sehr strapaziert werden. Das wird er bei einem Preis von 21,4ct/kWh auch nicht. Ebenso fördert man als Kunde von Greenpeace Energy automatisch den Bau weiterer Ökokraftwerke.
Doch so schön das alles klingen mag, das Konzept hat auch einen Nachteil: Greenpeace kann nicht garantieren, dass der Strom zu 100% au regenerativen Energiequellen kommt. Zwar werden keine Kohle- oder Atomkraftwerke in den Strommix einbezogen, aber es kann sein, dass bis zu 50% des Stroms aus erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen stammt.
Hier zeigt sich auch sehr schön, dass es zur Zeit keinen Sinn macht, Atomkraftwerke einfach abzuschalten. Erst muss eine andere Energiequelle in der Lage sein, das Atomkraftwerk zu ersetzen. Dann kann und sollte es auch abgeschaltet werden.

Übrigens: Mein Hoster, Domain*go, ist eine Tochterfirma der Domainfactory. Beide Hoster sind zertifizierte Hoster der ClimatePartner. Es handelt sich hier zwar nicht um Ökostrom, aber um klimaneutralen Strom. Das ist doch immerhin ein Anfang.


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Kommentare  

 
# Richard 09.02.2010 | 01:17
Tolle Initiative! Das müssen wir öfter machen!
 

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