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Google Wave - Wohin schwappt die Welle?
09. Oktober 2009 von Mario
Google Wave ist in aller Munde. Doch kaum jemand weiß genau, worum es sich dabei handelt. Es muss natürlich etwas unglaublich neuartiges und unvergleichliches aus dem Hause Google sein, denn viele sind extrem gespannt auf die neue Welle und erwarten deren Brandung sehnsüchtig. Wer einen Invitecode für die erste Testreihe bekommen hat, gehört schon zum inneren Kreis der Wave User. Ich habe leider noch keinen bekommen und muss daher auf Erfahrungsberichte von anderen Usern und natürlich die Vorstellung von Google zurückgreifen. Doch das reicht durchaus, um zu erklären, um was es sich bei Google Wave handelt.Wave soll die Email ablösen
Der Dienst Google Wave soll die Email ablösen. Denn in der immer schnellebiger werdenden Gesellschaft, ist die Email schon zu langsam. Außerdem ist sie für Gruppenarbeiten ungeeignet.Bei jeder kleinen Änderung muss ein Teammitglied die neuste Version der Email bekommen. Wenn dann zudem nicht mit antworten und weiterleiten gearbeitet wird, verliert man die Übersicht ganz und gar. Das macht Teamarbeiten umständlich und langsam.
Einige weichen schon auf alternative Dienste aus, die einem Instand Messenger sehr ähnlich sind. Leider bieten auch diese nicht den gewollten Komfort. Gerade beim Dateiaustausch gibt es Probleme.
Nehmen wir an, es gibt eine Datei, an der 3 Menschen arbeiten. Selbst bei zweien kommt es schon zum Problem. Denn der eine muss Änderungen vornehmen, die Datei zum Partner oder den Partnern schicken. Dort kann dann jeweils eine Person ihre Änderungen vornehmen und muss die neue Dateiversion dann wieder an alle anderen schicken.
Es kann also nur jeweils eine Person an dieser Datei arbeiten. Das verlangsamt den Prozess und nimmt der Teamarbeit alle Vorteile.
Hier setzt Google Wave an. ein Benutzer öffnet eine Wave. An dieser Wave soll eine bestimmte Anzahl an Leuten mitwirken. Diese werden dazu eingeladen. Jeder Mitarbeiter an der Wave sieht ab sofort jede Änderung in Echtzeit. Sobald ein Buchstabe getippt wird, wird er direkt für alle sichtbar in die Wave übertragen. So gibt es absolut keine zwei Versionen einer Wave. Es existiert nur eine einzige, an der alle gleichzeitig mitwirken können. Man kann sogar jederzeit einen weiteren Mitarbeiter dazu holen, und er sieht sofort die ganze Wave. Als Email müsste man ihm zuvor den ganzen Emailverkehr zusenden.
Hierzu gibt es auch ein schönes Video:
Ich will Google nicht meine ganze Kommunikation offenlegen
Die Datenkrake Google speichert alle Informationen, die sie bekommen kann. Ich verstehe jeden, der da etwas dagegen hat und sich gegen Wave sträubt, weil er seine Privatsphäre schützen will.Jetzt kommt etwas völlig neues. Google wird den Wave Dienst nicht ausschließlich selbst hosten. Es soll für jeden möglich sein, einen eigenen Waveserver zu hosten. Außerdem will Google den Quellcode zu Wave veröffentlichen und Google Wave als Open Source Software zur Verfügung stellen. Ebenso soll es möglich sein, eigene Programme per API Schnittstelle in Wave zu implementieren.
Google Wave ist einfach nur gut
Naja das stimmt so nicht ganz. es gibt unter den ganzen Lobhudeleien auch schon einige Tester, die berichten, dass Google Wave momentan langsam ist, unflüssig läuft und noch einige Bugs beinhaltet. So soll es zum Beispiel vorkommen, dass man auf X klickt und Y passiert. Doch wir sind ja noch in der open Beta Phase.Die kleinen Fehler wird ein Riese wie Google hoffentlich schnell in den Griff bekommen.
Fazit
Ein Fazit aus diesem Bericht zu ziehen ist nicht sonderlich schwer. Mit Wave hat Google ein Projekt hervorgerufen, dass auf jeden Fall in der Lage ist, die Email abzulösen. Es bleibt sicher noch abzuwarten, wie es letztendlich genutzt wird. Doch wie ich meine, wird auch dieses Google Projekt zu Gold in Googles händen.Gerade in Branchen wie der Informationstechnik und Programmierung kann Wave zu einem echten Hit werden. Auch Webdesigner sehe ich schon zu zweit oder mehreren an einer Datei basteln. So baut der eine zum Beispiel den Kopfteil der Seite, während weiter unten im Code schon der Contentbereich entsteht. Das kann eine echte Zeitersparnis werden.
Bei allen Vorteilen sehe ich dennoch einen entscheidenden Nachteil. Google verknüpft sich im Falle eines Erfolgs noch dichter mit dem Internet. Hoffentlich wird das nicht irgendwann zu einem Problem.
Für alle, die noch mehr wissen wollen und einiges an Zeit mitbringen, hat Google das Video zur öffentlichen Präsentation von Google Wave online gestellt.
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